Fachtag: KI und Kulturarbeit
Chancen, Grenzen, Perspektiven
Kultureinrichtungen und -verbände müssen mit begrenzten Ressourcen eine Vielzahl von Aufgaben erledigen, zum Beispiel in der Planung, Dokumentation und Verwaltung kultureller Projekte. Das Nutzungsversprechen generativer KI ist es, solche Arbeiten zu unterstützen. Wo liegen realistische Anwendungsfelder dieser Technologie, zum Beispiel fürs Kulturmanagement? Welche Risiken und Kosten gilt es andererseits aus kultureller und gemeinwohlorientierter Sicht zu berücksichtigen?
Zu diesen Fragen will der Fachtag Anregungen und Impulse liefern. Teilnehmende erhalten Einblicke in mögliche Anwendungsfelder und werden dabei unterstützt, eine informierte Abwägung und Entscheidung für, gegen oder für einen begrenzten Einsatz von KI zu treffen. Dazu sind drei Programmpunkte geplant. In einem Auftakt-Workshop geht es zunächst um grundsätzliche Fragen nach dem Einfluss von KI auf kulturelles Handeln. Anschließend folgen zwei Workshops zu KI als Recherchetool und KI als Werkzeug zur Planung von Social Media Kampagnen.
Der Fachtag richtet sich an Kulturvereine und -einrichtungen sowie an Kulturverbände und Dachorganisationen.
Hinweis: Teilnehmende werden gebeten, einen eigenen Laptop o.Ä. mitzubringen.
Ein Link zum detaillierten Programm des Fachtags gibt es hier.
Diesen Fachtag führen wir durch in Kooperation mit dem Kulturrat Thüringen.

Ablauf
ab 09:30
Ankommen, Check-In
10:00 – 10:15
Begrüßung
10:15 – 11:45
Workshop: KI in der Kulturarbeit – Wissen, Urteil und kulturelles Handeln im Wandel
Referentin: Carolin Lorenz (Zentrum für Angewandte Künstliche Intelligenz, EAH Jena
Mit der zunehmenden Verbreitung generativer KI verändert sich, wie wir arbeiten, kommunizieren, entscheiden und kreativ tätig sind. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie wir diese Entwicklung bewusst gestalten können und wo wir die Grenze zwischen praktischem Nutzen und individuellen, sozialen sowie kulturellen Kosten ziehen wollen.
Auf Grundlage aktueller Forschung nimmt der Workshop in den Blick, wie KI kulturelles Handeln beeinflusst und welche Veränderungen sich für Wissen, Kreativität und Urteilsvermögen ergeben können. Darauf aufbauend prüfen die Teilnehmenden verbreitete Aussagen über KI und übertragen die Erkenntnisse auf konkrete Situationen ihrer Kulturarbeit. Ziel ist es, Kriterien für einen reflektierten Einsatz zu entwickeln und begründete Entscheidungen für, gegen oder für eine begrenzte Nutzung von KI zu treffen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
11:45 – 12:00
Pause
12:00 – 13:30
Workshop: Recherche in Zeiten von KI
Referentin: Sara Werner (DIE Digitalmacherei, Erfurt)
„Ich frag die KI.“ – Diesen Satz hört man immer öfter, wenn Informationen recherchiert werden. Aber wie verlässlich ist eigentlich die Antwort? Welche KI-Tools gibt es und wie unterscheiden diese sich mit Blick auf Recherchezwecke? Diesen Fragen widmet sich der Workshop. In einem Theorie-Input werden Tools vorgestellt und eingeordnet, vor allem hinsichtlich Datenverarbeitung und -sicherheit. Anschließend können die Teilnehmenden in einem Praxisteil erste kleine Rechercheprojekte verwirklichen.
13:30 – 14:30
Mittagspause
14:30 – 16:00
Workshop: KI und Social Media
Referent: Tobi Wagner (freischaffender Fotograf, Videograf, Grafiker und Social-Media-Experte, Weimar)
In dem Workshop zeigt der Referent Tobi Wagner, wie er KI nutzt, um Social-Media-Arbeit strukturierter, schneller und stressfreier zu bewältigen. Im Fokus stehen konkrete Workflows aus seinem Alltag: Ideen entwickeln, Wissen sortieren, Inhalte vorbereiten und Prozesse vereinfachen. Wir schauen uns ChatGPT, gutes Prompting, eigene GPTs sowie Unterschiede zwischen kostenlosen und bezahlten Versionen an. Außerdem werden weitere Tools vorgestellt, die dabei helfen, Social-Media-Inhalte effizienter zu planen und umzusetzen. Nicht im Mittelpunkt steht die Bild- oder Videogenerierung, sondern der praktische Einsatz von KI im Arbeitsalltag.